Luisa Jürgens

Luisa Jürgens ist seit Januar 2025 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut für Soziologie der Universität Jena und im Teilprojekt C04: „Wem gehört das Fundament? Infrastrukturordnungen und die Neuverhandlung des Öfentlichen“. Ihr Dissertationsvorhaben trägt den Arbeitstitel „Infrastructural Entanglements in/against Crisis. Ownership in Britain's (Post-)Public Provision“. Darin untersucht sie, wie Eigentumsverhältnisse die sektorübergreifende Verflechtung von Infrastrukturen der Daseinsvorsorge strukturieren, und wie diese Verflechtungen im Kontext gegenwärtiger Krisen reorganisiert werden. Empirisch entfaltet sich die Analyse ausgehend vom Beispiel Liverpool.

Sie hat Philosophie (B.A.) und Kulturwissenschaften (B.A.) an der Universität Leipzig sowie Gesellschaftstheorie (M.A.) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Wien studiert. In ihrer Masterarbeit untersuchte sie die Umsetzung von Community Wealth Building in zwei englischen Städten – einem wirtschaftspolitischen Ansatz, der auf die (Re-)Lokalisierung und Demokratisierung städtischer Ökonomien durch Förderung alternativer Unternehmens- und Eigentumsformen abzielt. Schwerpunkt der Analyse war dabei das Spannungsverhältnis zwischen transformativem Anspruch und den Grenzen progressiver Lokalpolitik unter Austeritätsbedingungen.

Zu ihren Forschungsinteressen zählen alternative Eigentums- und Wirtschaftsformen, Infrastrukturpolitik und die Transformation von Wohlfahrtsstaaten im Kontext gegenwärtiger Krisen. Theoretisch und methodologisch orientiert sie sich an der Cultural Political Economy, Theorien der sozialen Reproduktion und der Situationsanalyse.

Ein Bild von Luisa Jürgens.

Teilprojekte